Die Kapbiene

Apis mellifera capensis

Die interessanteste Biene lässt sich an der äußersten Südspitze Afrikas vorfinden. Obwohl das Kap-Gebiet zur warmtemperierten Klimazone gezählt wird, weist die verwandtschaftliche Beziehung der Capensis eindeutig nach den Tropen. Äußerlich kaum von der Scutellata zu unterscheiden, hat sie doch völlig andere Eigenschaften als diese. Neben ihrer relativen Sanftmut unterscheidet sie auch die geringere Brutlust von der Scutellata. Am interessantesten ist jedoch ihre Fähigkeit, aus (unbefruchteten) Arbeiterinnen-Eiern weibliche Bienen und sogar wiederum vollwertige Königinnen aufzuziehen. Werden Kap- Völker in Europa aufgestellt, kommt es sogar vor, dass Kap- Arbeiterinnen in Völker europäischer Herkunft eindringen, dort die Königin töten, um anschließend selber mit der Eiablage zu beginnen und die Völker so umzumodeln.

Äußerlich ähnelt die Capensis sehr stark der Scutellata, obwohl die Bienen grundsätzlich dunkler sind. Manche Völker können sogar als einheitlich grau bezeichnet werden, andere dagegen sind wiederum sehr gelb. Letztendlich kann man die beiden Rassen nur anhand zweier Merkmale eindeutig voneinander trennen: nämlich an der Zahl der Eischläuche der Arbeiterinnen und der Größe ihrer Samenblasen.

Möglicherweise spielt die Kapbiene noch eine große Rolle in der zukünftigen Bienenzüchtung wegen ihrer Varroaresistenz. Informationen zur Kapbiene finden Sie unter http://home.arcor.de/africanbees/

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