Die Südostafrikanische Hochlandbiene ist recht gut erforscht, da es in einigen Ländern ihres Verbreitungsgebietes moderne Imkereien im Stil der Alten Welt gibt. So existieren allein in Südafrika fortschrittliche Berufsimkereien mit mehreren Hundert oder gar Tausend Völkern. Außerdem wurde die Scutellata bekannt wegen ihrer dramatischen Ausbreitung in Süd- und Mittelamerika während der letzten Jahrzehnte. Zur Zeit macht sie sich gerade daran, als ‘Africanized Honey Bee’ die USA zu erobern.
Die Scutellata als Tropenbiene hat völlig andere Eigenschaften als die bisher beschriebenen Bienen der gemäßigten Zonen. Sie kennt kalte Winter nicht, deshalb kann sie in kühlgemäßigten Breiten nicht überwintern. Gravierende Unterschiede herrschen auch in der Brutentwicklung vor: so beträgt die Entwicklungszeit 18 anstatt 21 Tage vom Ei zur Arbeiterin. Aufgrund dieses Umstandes ist sie wie andere Tropenbienen auch resistent gegen die Varroa. Bei einer täglichen Legerate von bis zu 4000 Eiern ist die Volksentwicklung sehr dynamisch. Ein Volk schwärmt bis zu 20 mal im Jahr. Ihr Verteidigungssin ist sehr stark ausgeprägt; manche Völker stechen jedes erreichbare Lebewesen in der Umgebung des Stockes, andere wieder sind etwas ruhiger. Aus eigenen Versuchen hier in Norddeutschland mit der Scutellata läßt sich jedoch sagen, daß mir eine Bearbeitung ohne Schleier nicht möglich war. Sie sammelt jedoch wie ihre europäischen Kolleginnen Nektar und scheint sich während der warmen Jahreszeit auch in kühlen Regionen wohlzufühlen. Wie alle Tropenbienen ist die Scutellata eine sehr kleine, gelbgefärbte Biene mit einem völlig anderen, fliegenähnlichen Flugverhalten. Es gibt auch dunklere Scutellata-Bienen, doch der Gesamteindruck des Volkes ist ‘gelb’.
Mehr Informationen zu den Bienen Afrikas finden Sie hier: http://home.arcor.de/africanbees/
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