Reine schwedische Königin der Dunklen Biene

Nordbienen Königinnen

Unsere Dunklen Bienen

In der Imkerei von Nordbiene.de wird hauptsächlich mit der reinen Dunklen Biene und mit standbegatteten Nachkommen gearbeitet. Die Königinnen entstammen ursprünglichen Populationen aus Skandinavien (Linien Flekkefjord, Læsø, Aimo, Hammerdal, Bygdeträsk etc.). Sie entsprechen damit dem Typ Mittel- und Nordeuropa und sind bestens an die lokalen und klimatischen Verhältnisse Norddeutschlands angepasst. Auch andere reine Herkünfte sollen getestet werden, z. B. aus Irland, Frankreich und den Alpen. Da die Linien Bestandteil der lokalen, naturgewachsenen Population sind und im Rahmen einer Erhaltungszucht selektiert wurden, ist es in der Regel nicht möglich, Stammbäume oder (neudeutsch) "Pedigrees" nachzuweisen. Die Königinnen entstammen nach derzeitigem Kenntnisstand der Merkmalsanalyse einem unvermischten Material; charakterlich sind die Völker schwarmträge, sanftmütig, winterfest und robust.

Derzeit stehen zum Verkauf bereit:

Standbegattete Königinnen: 0

Reinzuchtköniginnen: 2

Ableger Dadant mit standbeg. Königin: 2

Wald-Wiesen-Königinnen: 0 (kostenlos)

Bei Interesse: mail (at) nordbiene.de

Wer Interesse an Königinnen hat, kann sich vormerken lassen. Die Infobox rechts auf dieser Seite zeigt aktuell, was abgegeben werden kann. Bitte schauen Sie öfters mal herein. Königinnen aus eigener Zucht können gern abgegeben werden, Reinerhaltungsköniginnen allerdings ausschließlich an erfahrene Züchter. Ein Verkauf von Königinnen erfolgt jedoch nur in begrenztem Rahmen aus Überschuss. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und sind selbstverständlich gern behilflich, auch anderweitiges Zuchtmaterial ausfindig zu machen. Bei der Einfuhr von Königinnen aus dem Ausland achten Sie bitte auf die Einfuhrbestimmungen und die Risikien der Verbreitung von Parasiten (Faulbrut, Tropilaelaps, Kleiner Beutenkäfer etc).

Reinerhaltungszucht 2010

Linie Jämtland (Nordschweden) rein begattet

Hier gehts zur Bescheibung

Es können nur ganz wenige Königinnen geliefert werden. Bitte wenden Sie sich auch an einen Züchter auf unserer Seite mit Bezugsquellen.

Standbegattet (F1) 2010

Linie Bygdeträsk (Mittelschweden), standbegattet, zu ca. 10-90 % Reinpaarungen mit Dunklen Drohnen.
"Holsteiner Biene"

Hier gehts zur Bescheibung

Es können nur ganz wenige Königinnen geliefert werden. Bitte wenden Sie sich auch an einen Züchter auf unserer Seite mit Bezugsquellen.

Lesen Sie hier Rückmeldungen von Königinnenbeziehern.

Ihre Fragen:

"Verkaufen Sie auch Ableger / Vollvölker?"

Aus Kapazitätsgründen können nur gelegentlich Ableger abgegeben werden. Fragen Sie nach.

"Wie setze ich Dunkle Königinnen zu?"

Wegen der Kostbarkeit der "Mütter" empfehle ich das Zusetzen möglichst über ein im Frühling erstelltes Jungvolk. Am sichersten ist das Zusetzen im Anschluss an eine 9-tägige Weisellosigkeit. Nach dem Ausbrechen ALLER Nachschaffungszellen wird die Königin allein im Iltiskäfig unter FESTEM Verschluss, aber mit etwas Zuckerteig, in das entweiselte Volk in eine Wabengasse gehängt. 
Zwei Tage nach dem Einhängen erfolgt die Kontrolle und das Freigeben der Königin: In der Regel sitzen die Bienen friedlich sterzelnd auf dem Käfig, beißen nicht in das Gitter und lassen sich leicht beiseite schieben. Der Holzpfropf wird entnommen, in den Käfig zur Königin werden ca. 10 "freundliche" Arbeiterinnen von der Außenseite des Käfigs gegeben. Die Arbeiterinnen lassen sich leicht an den Flügeln greifen und mit dem Kopf zuerst in den Käfig schieben. Vorsicht, damit die Mutter nicht hinaushuscht! Der Eingang wird nun mit Zuckerteig zugemacht und die Gesellschaft wird zurück in das Volk gegeben.

Bin ich mir jedoch nicht sicher, ob die Bienen der Königin freundlich gesonnen sind, gehe ich so vor: ich sammele ca. 5 sanfte (!), möglichst sterzelnde Arbeiterinnen von der Außenseite des Gitters, befördere sie in den Käfig zur Königin und verschließe den Käfig wieder (harter Verschluss). Es ist wieder etwas Zuckerteig als Proviant mitzugeben. Täglich kontrolliere ich nun den Käfig und die auf ihm sitzenden Arbeiterinnen. Erst wenn wirklich KEINE Arbeiterin mehr aggressiv ist, öffne ich den harten Verschluss und ersetze ihn durch ein haselnuss großes Stück Futterteig. Auf diese Weise ist mit einer sicheren Annahme zu rechnen. Trick des Ganzen ist hier das Zugeben von einzelnen Arbeiterinnen vor dem eigentlichen Freigang der Königin. 

Das Volk wird ca. 10 Tage nicht geöffnet. Nach dieser Frist kann das Volk gefüttert und ggf. erweitert werden. In ca. 3-4 Wochen schlüpfen die ersten Dunklen Bienen, und es dauert nicht lange, da wir uns an den ersten schwarzen Jungbienen am Flugloch erfreuen können! Manchmal allerdings beginnt die Dunkle Königin erst dann mit der Eilage, wenn sämtliche vorherige Brut geschlüpft ist. In diesem Fall verzögert sich dann natürlich das Erscheinen des Nachwuchses.

"Kann/darf ich Dunkle Bienen in ein Carnica-Gebiet einführen? Gibt es keine Probleme?"

Wir leben in einem freien, demokratischen Land, in dem jeder die Biene halten und züchten kann und darf, die ihm gefällt. Mit Ausnahme der C-Belegstellengebiete (Inseln, Landbelegstellen) hat somit auch jeder Imker die Freiheit, sich für die einheimische Dunkle Biene zu entscheiden. Ohnehin finden wir in ganz Deutschland keine einheitliche Carnica-Biene mehr vor (falls es sie denn je gegeben haben mag), denn schon heute stammen ca 30 % aller Bienen bereits in Deutschland von der Buckfast ab.

"Wie verändern sich die C-Bienen meiner Nachbarimker, wenn ich die Nordbiene einführe?"

Carnica-Mellifera-Keuzungen zeigen gegenüber der "reinen" Carnica einen erheblichen Heterosiseffekt: gesteigerte Fruchtbarkeit, höhere Vitalität, gesteigerte Robustheit. In den Folgegenerationen bei theoretischer Anpaarung ausschließlich mit Mellifera-Drohnen verschwindet der Heterosiseffekt, es kommt mehr und mehr zu einer Veranlagung hin in Richtung Melifera, auch werden die Bienen dunkler. Aber soweit lassen es "anständige" Carnica-Imker ja angeblich gar nicht erst kommen. Alle anderen nichtzüchtenden Imker dürfen sich über die zunehmende Robustheit und "Blutauffrischung" ihrer Biene freuen. Sind sie es nicht bereits schon vorhher gewesen, ist bei den Landbienen auch nicht mit einer Zunahme der Aggressivität aufgrund der Einfuhr der Mellifera zu rechnen. Das einzig Aggressive, mit dem Sie rechnen müssen, sind eventuell vorhandene fanatische Carnica-Züchter, die aggressiv auf die Nachbarschaft der Dunklen reagieren könnten.

"Wie imkere ich mit Dunkle Bienen im Gegensatz zur Carnica?"

Da die Dunkle Biene robuster, schwarmträger, sparsamer und langlebiger ist als die Carnica, gestaltet sich die Führung der Völker im Jahresablauf einfacher und arbeitssparender. Da die Mellifera auch in Trachtpausen durchbrütet und bei schlechtem Wetter mehr Pollen sammelt, braucht man sich über die Versorgung seiner Völker in der Regel keine Gedanken machen. Wie eine feine Dame sollte man die temperamentvolle Dunkle Biene immer freundlich und "gnädig" behandeln: man gehe mit Ruhe an die Völker, Rauch ist SELBSTVERSTÄNDLICH, hastiges Ruckeln, gar Quetschen oder Stoßen gehört sich nicht! Darauf würde unsere Dunkle Dame ungnädig reagieren. Im Übrigen unterscheidet sich die Behandlung der Dunklen Völker nicht von der anderer Bienen. Es ist stets auf genügende Raumgabe, Gesunderhaltung der Bienen und genug Vorräte an Pollen und Honig zu achten.

"Warum sind die Königinnen so teuer?"

Nun, die Dunkle Biene ist in Mitteleuropa extrem selten und vom Aussterben bedroht, es ist sehr schwierig, an wirklich reines, gutes Zuchtmaterial zu kommen. Dies ist mit viel Aufwand, Zeit und Geld verbunden. Von daher ist es gar nicht möglich und aus artenschutzrelevanten Gründen auch nicht sinnvoll, reine M-Königinnen zu Billigpreisen anzubieten. Darüber hinaus wird ein Teil des erzielten Erlöses dafür verwendet, ein Mellifera-Zuchtprojekt in Polen zum Erhalt der Dunklen Biene auf diese Weise finanziell zu unterstützen.

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